Die Humboldt-Box soll ab 2010 als temporäre Architektur für mindestens fünf Jahre über den Bau und die Nutzung des neuen Humboldt-Forums informieren. Der gemeinsame Entwurf von Triad Berlin und KSP Engel&Zimmermann für den Bau und Betrieb der Humboldt-Box auf dem Schlossplatz in Berlin-Mitte unterlag nur knapp dem erstplazierten Angebot.
Im Entwurf von Triad Berlin und KSP Engel&Zimmermann bildet die doppelwandige Fassade durch ihre goldene Hülle eine Art Schatzkammer, in der die indigenen Kulturen fremder Kontinente thematisiert werden. Der breite Treppenaufgang lädt die Besucher ein, sich sowohl mit diesen einzigartigen Berliner Sammlungen als auch mit den Planungen zum Humboldt-Forum zu beschäftigen. Vor allem bei Nacht wirkt die Box wie ein schwebender, gold schimmernder Schatz.
Die mattgoldene Gitterfassade umspielt an drei Seiten des Baukörpers eine integrierte Kommunikationsfläche aus einem LED-Band und Licht. Die beinahe vier Meter hohen Projektionsflächen können sowohl fiktive Atmosphären/Stimmungen vermitteln, die nur von weitem als zusammenhängende Bilder erkennbar sind, als auch das Leben im Gebäude selbst nach außen übertragen. Die Süd-West Fassade zur Baustelle wird teilweise transparent ausgebildet, um aus verschiedenen Ebenen Ausblicke auf das Baugeschehen zu ermöglichen.
Im Inneren des großen Quaders werden die Ausstellungsflächen halbetagig um einen Lichthof entwickelt. Diese Raumanordnung betont die zentrale Rolle der Agora, einer Event- und Kommunikationsfläche, von der aus Blickachsen in die unterschiedlichen Ebenen gewährt werden. Dieses Split-Level-Verfahren ermöglicht auch Sichtbeziehungen zwischen den einzelnen Halbetagen, so dass die Betonung auf dem Dialog aller Kulturen liegt.