Berlin, 24. Juli 2009: Der gemeinsame Entwurf von KSP Engel&Zimmermann und
Triad Berlin für den Bau und Betrieb der Humboldt-Box auf dem Schlossplatz in
Berlin-Mitte unterlag nur knapp dem erstplazierten Angebot. Die Deutsche Stadtund
Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (DSK) hatte die Vergabe einer
Baukonzession für die Planung, Errichtung, Finanzierung, Bewirtschaftung und
Rückbau eines Informationsgebäudes zum Humboldt-Forum im November 2008
ausgeschrieben. Die Humboldt-Box soll als temporäre Architektur für mindestens fünf
Jahre über den Bau und die Nutzung des neuen Humboldt-Forums informieren.
„Wir bedauern sehr, dass unser spektakulärer Entwurf nur den zweiten Platz belegt,
gratulieren den Gewinnern und sind überzeugt, dass die Humboldt-Box zu einem
temporären Wahrzeichen für die offene, alle Weltkulturen integrierende Metropole
Berlin werden wird.“, so Lutz Engelke, Geschäftsführer von Triad Berlin.
Im Entwurf von Triad Berlin und KSP Engel&Zimmermann bildet die doppelwandige
Fassade durch ihre goldene Hülle eine Art Schatzkammer, in der die indigenen
Kulturen fremder Kontinente thematisiert werden. Der breite Treppenaufgang lädt
die Besucher ein, sich sowohl mit diesen einzigartigen Berliner Sammlungen als auch
mit den Planungen zum Humboldt-Forum zu beschäftigen. Vor allem bei Nacht wirkt
die Box wie ein schwebender, gold schimmernder Schatz.
Die mattgoldene Gitterfassade umspielt an drei Seiten des Baukörpers eine
integrierte Kommunikationsfläche aus einem LED-Band und Licht. Die beinahe vier
Meter hohen Projektionsflächen können sowohl fiktive Atmosphären/Stimmungen
vermitteln, die nur von weitem als zusammenhängende Bilder erkennbar sind, als
auch das Leben im Gebäude selbst nach außen übertragen. Die Süd-West Fassade
zur Baustelle wird teilweise transparent ausgebildet, um aus verschiedenen Ebenen
Ausblicke auf das Baugeschehen zu ermöglichen.
Im Inneren des großen Quaders werden die Ausstellungsflächen halbetagig um
einen Lichthof entwickelt. „Diese Raumanordnung betont die zentrale Rolle der
Agora, einer Event- und Kommunikationsfläche, von der aus Blickachsen in die
unterschiedlichen Ebenen gewährt werden. Dieses Split-Level-Verfahren ermöglicht
auch Sichtbeziehungen zwischen den einzelnen Halbetagen, so dass die Betonung
auf dem Dialog aller Kulturen liegt.“, betont Jürgen Engel, Geschäftsführender
Gesellschafter von KSP Engel&Zimmermann.
Gemeinsam mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Humboldt-Universität
wollen die Betreiber der Humboldt-Box ein attraktives Veranstaltungs- und
Führungsprogramm entwickeln.